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audiovisuals - L'ART POUR L'ART

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ENSEMBLE
gegenwärtige Musik
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Von 2020 bis 2022 gestaltete Das Ensemble L’ART POUR L’ART gemeinsam mit dem Filmemacher Karsten Wiesel Konzertfilme von Programmen, die ihren Ort auf der Bühne haben und in der live-Situation erlebt werden sollen. In diesen für die Musikausübung komplizierten Jahren wurde die Entscheidung getroffen, über die Kamera das zu betonen, was das Publikum in der Konzertsituation unwillkürlich in die Musikrezeption einbaut: die visuell wahrnehmbare Atmosphäre auf der Bühne, das Agieren von Musikern zu sehen.
 
Um diese Situation in einen Film zu übersetzen, war es notwendig, sich hörend und gedanklich intensiv mit dem Charakter der Stücke zu beschäftigen. Dies hatte Entscheidungen für den Raum, für die Positionierung der Musikerinnen und für die Lichtsetzung zur Folge. In der Konzertsituation schweift der Blick des Publikums im Raum umher; in einer filmischen Darstellung ist ein Focus notwendig. Wie in einem Konzertprogramm folgen die Filme einem Thema, unter dem die Stücke subsumiert sind.
 
Im Anschluss an diese Erfahrung entstand der Gedanke an ein Genre, das Musik und Film neu zusammendenkt. Vergleichbar mit einer Musiktheater-Inszenierung, auf der Bühne, Musik, Licht, Regie, Ensemble ineinandergreifen, inspiriert durch die Diskurse über das Verhältnis von Musik und Bild, die seit dem 20. Jahrhundert geführt werden, sind zwei audiovisuelle Arbeiten „Three Realities“ und „3 Realities 2“ entstanden, gemeinsam realisiert von Komponisten, dem Filmemacher Karsten Wiesel und den Musikern des Ensembles.
 
Wie diese Audiovisuals leicht oben hin „Experimentalfilm“ genannt werden könnten, weil das der Begriff ist, der sich mit Erfahrung verknüpft und in der Kunstgeschichte bekannt ist, ist diese Arbeit doch von der Musik her gedacht: Strukturen, Rhythmik, Klangfarbe, Ausdruck greifen wie in einem Musikstück mit den Mitteln von Klang und Bild ineinander. Auch eine entschiedene Unabhängigkeit in der Arbeitsweise ist denkbar, über die im Schnitt dann diskutiert wird.
 
Die „Realities“ bestehen je aus 3 Kurzfilmen, die in keinerlei inhaltlichem Zusammenhang stehen, sondern unterschiedliche Blickwinkel auf die Welt beleuchten; insofern ist das Audiovisual auch nicht wirklich als Trilogie zu bezeichnen. Jede einzelne Arbeit kann für sich in verschiedenen Kontexten gezeigt werden. Drei so verschiedene ästhetische und inhaltliche Positionen jedoch in eine audiovisuelle Arbeit zusammenzufassen, denkt das Ensemble L’ART POUR L’ART als Akt der Wertschätzung gegenüber der Verschiedenheit künstlerischer Gedanken, von Schönheit. Und als Einladung zum Diskurs.
From 2020 to 2022, the ensemble L’ART POUR L’ART collaborated with filmmaker Karsten Wiesel to create concert films of programmes that belong on stage and are meant to be experienced live. In these complicated years for music-making, the decision was made to use the camera to emphasise what the audience instinctively incorporates into their reception of music in a concert situation: the visually perceptible atmosphere on stage and the actions of the musicians.

 
In order to translate this situation into a film, it was necessary to listen to and think intensively about the character of the pieces. This resulted in decisions about the space, the positioning of the musicians and the lighting. In a concert situation, the audience's gaze wanders around the room; in a cinematic representation, a focus is necessary. As in a concert programme, the films follow a theme under which the pieces are subsumed.

 
Following this experience, the idea arose of a genre that reimagines music and film. Comparable to a musical theatre production, in which stage, music, lighting, direction and ensemble intertwine, inspired by the discourse on the relationship between music and image that has been ongoing since the 20th century, two audiovisual works, ‘Three Realities’ and ‘3 Realities 2’, were created, jointly realised by composers, filmmaker Karsten Wiesel and the musicians of the ensemble.

 
Although these audiovisuals could easily be called ‘experimental films’ because that is the term associated with experimentation and known in art history, this work is conceived in terms of music: structures, rhythms, timbres and expressions intertwine as in a piece of music, using the means of sound and image. A decisive independence in the working method is also conceivable, which is then discussed in the editing process.

 
The ‘Realities’ consist of three short films that are not related in terms of content, but rather illuminate different perspectives on the world; in this respect, the audiovisual work cannot really be described as a trilogy. Each individual work can be shown on its own in different contexts. However, the ensemble L'ART POUR L'ART sees combining three such different aesthetic and content-related positions into one audiovisual work as an act of appreciation for the diversity of artistic ideas and beauty. And as an invitation to discourse.
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